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Was ist CBN (Cannabinol) und wie wirkt es?

Was bedeutet CBN?

CBN, auch bekannt als Cannabinol, ist ein Begriff, der für viele möglicherweise weniger geläufig ist im Vergleich zu den weithin bekannten Cannabinoiden THC und CBD. Interessanterweise war CBN das erste Cannabinoid, das bereits im Jahr 1896 in reiner Form isoliert wurde. Zu dieser Zeit nahm man fälschlicherweise an, dass CBN für die berauschende Wirkung von Cannabis verantwortlich sei. Deutlich später haben Forscher herausgefunden, dass Tetrahydrocannabinol (THC) das entscheidende Cannabinoid ist, das für die psychoaktive Wirkung von Cannabis verantwortlich ist.

Ist CBN legal?

Obwohl die weibliche Nutzhanfpflanze einen hohen Gehalt an CBD aufweist, ist der Gehalt an CBN eher gering und erfordert eine präzise Extraktion. Trotz der Tatsache, dass CBN aus THC durch nicht-enzymatische Oxidation entsteht, hat es nur eine schwache psychoaktive Wirkung und ist vollkommen legal in Deutschland.

Das Endocannabinoid-System im Zusammenspiel mit CBN

Im menschlichen Organismus existiert ein biologisches System, das als Endocannabinoid-System bekannt ist. Dieses System bildet ein komplexes Netzwerk von Rezeptoren, die im gesamten Körper verteilt sind und eine bedeutende Rolle bei verschiedenen physiologischen Funktionen spielen. Dazu zählen die Regulation des Hormonhaushalts, des Immunsystems sowie des Empfindens von Schmerz und Lust.

Phytocannabinoide haben die Fähigkeit, an die Cannabinoid-Rezeptoren CB1 und CB2 zu binden und eine verstärkte Wirkung auf den menschlichen Körper auszuüben. Es wurde festgestellt, dass CBN hauptsächlich an den CB2-Rezeptor bindet. Zudem wurde beobachtet, dass Cannabinol auch eine Affinität für den TRPV2-Rezeptor aufweist. Daher lassen sich CBD und CBN in einigen Aspekten miteinander vergleichen.

Wie kann CBN auf unseren Organismus wirken?

Die Erforschung von Cannabinoiden befindet sich leider noch immer in einem frühen Stadium, somit auch die Bekanntheit der Wirkung von CBN. Es gibt noch so gut wie keine umfassenden Untersuchungen der verschiedenen Bestandteile der Hanfpflanze. Daher fehlt es an einer vollständigen Aufschlüsselung ihrer Wirkungsweise und Auswirkungen.

Bisher lag der Fokus der Forschung hauptsächlich auf CBD und THC, während die anderen Cannabinoide noch relativ unerforscht sind. Trotzdem wurde festgestellt, dass die Hauptvertreter der Cannabinoide – THC, CBD, CBN, CBG und THCV – bei der Bekämpfung von antibiotikaresistenten Staphylokokken (Bakterien auf Haut und Schleimhäuten) äußerst hilfreich sein können.

Darüber hinaus werden CBN auch Eigenschaften zugeschrieben, die denen von Cannabidiol (CBD) ähneln. Durch die Interaktion dieser beiden Phytocannabinoide mit dem TRPV2-Rezeptor ergeben sich positive Effekte auf die Haut. Sowohl CBN als auch CBD können daher als Behandlungsmöglichkeit für Hauterkrankungen wie Akne oder Neurodermitis dienen. Sie können auch dazu beitragen, Hautunreinheiten, trockene Stellen und Rötungen zu lindern.

CBN kann die Tiefschlafphase deutlich verbessern und so für einen signifikant erholsameren Schlaf sorgen. Cannabinol beeinflusst auch unsere Essgewohnheiten, indem es den Appetit anregt und uns dazu bringt, eine größere Menge an Nahrung zu konsumieren. In der medizinischen Anwendung kann CBN auch als Muskelentspannungsmittel eingesetzt werden. Desweiteren sagt man diesem Cannabinoid appetitanregende Wirkungen nach.

Wie entsteht CBN?

CBN entsteht nicht direkt in der Hanfpflanze, sondern es entsteht als Stoffwechselprodukt von Tetrahydrocannabinol (THC). In der Hanfpflanze kommen Phytocannabinoide wie THC und CBD in Form von Säuren vor. Wenn die Säure THCa mit Sauerstoff in Kontakt kommt, verliert sie ein Wasserstoffmolekül und es beginnt eine Oxidationsreaktion. Dadurch verwandelt sich THCa in CBNa.

Wenn die Hanfpflanze wiederum Hitze oder Sauerstoff ausgesetzt wird, entsteht das Cannabinoid CBN. Cannabisblüten, die bereits ihre besten Tage hinter sich haben, enthalten in der Regel einen höheren Anteil an CBN. Allerdings übersteigt dieser Anteil normalerweise nie die Grenze von einem Prozent.

Der Zusammenhang von CBN und THC

Cannabinol (CBN) gilt als das erste pflanzliche Cannabinoid, das von Wissenschaftlern isoliert wurde. Der isolierte Extrakt wurde bereits im Jahr 1896 von Wood, Spivey und Easterfield aus Cannabisöl gewonnen. In den frühen 1930er Jahren klärte R.S. Cahn die Molekularstruktur von CBN, und die erstmalige chemische Synthese erfolgte im Jahr 1940 durch zwei unabhängige Forschungsgruppen – R. Adams in den Vereinigten Staaten und Lord Todd im Vereinigten Königreich.

Vor der Entdeckung von THC ging man fälschlicherweise davon aus, dass CBN für die berauschende Wirkung von Cannabis verantwortlich sei. Obwohl es gewisse psychotrope Effekte haben kann, fehlt ihm die Fähigkeit, eine betäubende Wirkung zu entfalten. Die wissenschaftliche Meinung über CBN ist gespalten, einige Forscher vertreten die Ansicht, dass CBN keine psychotropen Effekte hat, während andere davon ausgehen, dass es leichte psychotrope Wirkungen aufweist. Untersuchungen zeigen, dass CBN etwas psychotroper ist als CBD, das keine derartigen Effekte zeigt, aber bis zu zehnmal weniger psychotrop als THC ist.

Die Verbindung zwischen CBN und THC wurde erstmals 1999 in einer Studie festgestellt, die zeigte, dass Cannabis im Laufe der Zeit an Wirkung verliert. Der THC-Gehalt in der getesteten Cannabisprobe hatte sich nach vier Jahren halbiert. Die Forscher beobachteten, dass das THC im Verlauf der Oxidation zu CBN umgewandelt wurde, was darauf hinweist, dass der Hauptteil des Abbaus in den ersten Jahren unsachgemäßer Lagerung stattfand. Schlussendlich wurde festgestellt, dass THC im Laufe der Zeit zu CBN abgebaut wird und dass älteres Cannabis mit der Zeit reicher an CBN wird.

Lassen sich CBD und CBN überhaupt vergleichen? Wenn ja, was sind die Unterschiede?

Zunächst einmal erfolgt die Entstehung der beiden Cannabinoide auf unterschiedliche Weise. Die Säuren von Cannabidiol (CBN) und Tetrahydrocannabinol (THC) werden durch Hitze in die jeweilige Substanz umgewandelt. Im Gegensatz dazu entsteht CBN durch die Oxidation von THCa und ist daher ein Abbauprodukt.

Obwohl sie auf unterschiedliche Weise entstehen, besitzen beide Stoffe ähnliche Heilkräfte. Sie sind für ihre antibakterielle Wirkung, ihre entzündungshemmenden Eigenschaften und ihre Fähigkeit, Krämpfe zu lösen, bekannt. Bisher haben Wissenschaftler und Hersteller hauptsächlich CBD im Fokus gehabt, was dazu geführt hat, dass CBN in den Hintergrund gerückt ist. Jedoch ist es von großer Bedeutung, dass Cannabinol ebenfalls die Möglichkeit erhält, sein Potential in der Medizin und direkt bei den Verbrauchern zu beweisen.

CBN und CBD in Kombination

CBN zeigt eine zusätzliche Facette, indem es die Wechselwirkung zwischen verschiedenen Cannabinoiden intensiviert, wenn es gemeinsam mit einem anderen Cannabinoid verwendet wird. Dieses Phänomen ist als Entourage-Effekt bekannt. Die Integration von CBN in Ihre Routine kann problemlos mit anderen Cannabinoiden wie CBD-Öl, CBG-Öl und CBC-Öl erfolgen. Es ist jedoch ratsam, bei der gleichzeitigen Verwendung von CBN und THC-Öl Vorsicht walten zu lassen, da CBN die Wirkung von THC verstärken kann.

Obwohl die Auswirkungen von CBN noch nicht hinreichend wissenschaftlich erforscht wurden, um es als offiziell zugelassenes Arzneimittel einzustufen, deuten die positiven Erfahrungen der Anwender auf vielversprechende Ergebnisse hin. Mit zunehmenden Forschungsbemühungen werden in Zukunft weitere Erkenntnisse erwartet. Anwender von CBN berichten von einer gesteigerten Ruhe und verbessertem Schlaf, und bisherigen Erkenntnissen zufolge sind keine nennenswerten Nebenwirkungen von CBN bekannt.

Die Unterschiede von CBN und CBD erklärt

CBN und CBD gehören beide zu den Cannabinoiden der Hanfpflanze, weisen jedoch einige markante Unterschiede auf. Der bedeutendste Unterschied liegt darin, dass CBN leichte psychoaktive Wirkungen zeigen kann, da es aus der Oxidation von THC hervorgeht. Im Gegensatz dazu ist CBD frei von psychoaktiven Eigenschaften.

Zusätzlich verbindet sich CBN nicht so effektiv mit dem CB1-Rezeptor des Endocannabinoid-Systems wie CBD. Ob diese Beziehung auch für den CB2-Rezeptor gilt, bleibt bisher unzureichend erforscht. Darüber hinaus besteht noch Unsicherheit darüber, ob CBN möglicherweise einen direkten Einfluss auf das Endocannabinoid-System ausübt.

Ein weiterer Unterschied zeigt sich im Zeitpunkt der Bildung von CBN und CBD in der Hanfpflanze. Während CBD bereits in einem frühen Stadium erscheint, tritt CBN erst im späteren Entwicklungsverlauf vermehrt auf. Dies resultiert aus der Tatsache, dass CBN durch die Oxidation von THC entsteht, insbesondere wenn das Cannabinoid längere Zeit der Luft ausgesetzt ist.

Ist CBN berauschend?

CBN hat keine psychoaktive Wirkung auf den menschlichen Körper. Es ist erwähnenswert, dass es in Kombination mit THC dessen verursachten Symptome verstärken kann. Studien haben gezeigt, dass Müdigkeit und das allseits bekannte “High”-Gefühl durch CBN tatsächlich intensiviert werden können.

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8 Kommentare

  1. Meine Lebensgefährtin hat Probleme in den Tiefschlaf zu kommen. Einschlafen klappt sehr gut. Wir werden das Produkt als Tropfen auf jeden Fall mal ausprobieren und sind gespannt auf die Ergebnisse

    • Herzlichen Dank für den Kommentar. Gerne beraten wir Sie persönlich in einem unserer Shops, kommen Sie gerne vorbei!

    • Besten Dank für die netten Worte! Es freut uns, wenn Ihnen der Artikel gefällt! Für weitere Fragen steht unser Fachpersonal gerne zu Ihrer Verfügung.

  2. Sehr interessanter, detaillierter Beitrag. Da merkt man das viel Arbeit und Liebe zum Detail drin steckt. Am interessantesten finde ich, das die Substanzen auf unterschiedliche Weise entstehen aber ähnlich in der Wirkung sind. Erstaunlich wie positiv sich Hanf auf den Körper auswirken kann. Ich hoffe das die Medizin das auch so sieht und in die Praxis aufnimmt.

    • Herzlichen Dank für das detaillierte Feedback! Gerne stehen wir persönlich für eine Beratung zu Ihrer Verfügung.

  3. Sehr interessanter und professioneller Bericht. Wenn Hintergrundwissen so detailliert und kompetent vermittelt wird, hat man auch das Vertrauen neue Hanfprodukte im Sortiment auszuprobieren.

    • Vielen Dank für die ausführliche Rückmeldung, da freuen wir uns natürlich! Gerne stehen wir für weitere Beratungen zu Ihrer Verfügung.

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